Umweltbildung an Schulen

Wie im Brief an unsere Mitglieder und auf der Jahreshauptversammlung angekündigt, steht das Jahr 2019 ganz im Zeichen der Jugendarbeit. Schüler/innen von Klasse 1 bis 4 der Grundschule in Markoldendorf haben zuletzt interaktiv bei unserem Vortrag „Nester und Nistkästen“ mitgemacht. Viele kuriose und spannende Bilder laden hier ein darüber nachzudenken, was Vögel zur erfolgreichen Kükenaufzucht benötigen. Dazu gehört eben nicht nur ein guter Nistkasten, sondern auch eine abwechslungsreiche Umgebung. Nicht zuletzt auch deswegen, weil nur ein Teil der Vögel überhaupt Nisthilfen annimmt. Wenn Ihr Kind daran teilgenommen hat, wusste es bestimmt Vieles daheim zu erzählen und kann Sie jetzt bestimmt beraten, welcher Nistkasten gut ist – und welchen man besser im Laden stehen lässt.

Ihre Schule wurde von uns noch nicht besucht? Dann sprechen Sie mit den Lehrern. Gerne biete ich auch an weiteren Schulen diesen spannenden Einstieg in das Thema Naturschutz. Für die Qualität sorgt dabei nicht nur Sachkenntnis im Themengebiet – ich habe auch eine Jugendleiterausbildung mit aktuellem Fortbildungsstand.

Für den NABU Dassel-Einbeck

Sabine Zwolinski

Werbeanzeigen
Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Unsere Bäume und Wälder als Klimaretter

Unsere Bäume sind kleine Helden

Mitten im Wald. Der Wind rauscht durch die Äste. Die Krallen eines Eichhörnchens kratzen über die Rinde, als es den Baum hochklettert. Ein Wildschwein kratzt sich an einem rauen Baumstamm. Und irgendwo dahinten klopf ein Specht und versucht Larven zu finden.

Wusstest du, dass man nach nur 15 Minuten im Wald ruhiger werden soll? Aber unsere Bäume sind nicht nur für unser Wohlbefinden und im täglichen Leben der Waldbewohner nützlich. Die Natur hat eine wunderbare Symbiose zwischen Bäumen/Pflanzen und Tieren/Menschen integriert, die tätsächlich überlebensnotwendig ist. Bäume produzieren Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen, und nehmen Kohlenstoff auf und verwendet ihn, der für uns sogar schädlich ist. Was macht Bäume jetzt speziell zu einem Klimaretter?

Kohlendioxid als Treibhausgas

Kohlendioxid oder CO2 kann bis zu 120 Jahre in der Atmosphäre bleiben und ist nur eines von mehreren Treibhausgasen. Hier könnt ihr mehr über die anderen lesen. Verglichen mit anderen Treibhausgasen ist CO2 anscheinend noch das harmloseste. Was unser Glück im Unglück sozusagen ist, da es aufgrund des antropogenen Klimawandel einen signifikanten Anstieg von Kohlendioxid in unserer Atmosphäre gibt. Laut des Umweltbundesamts, waren 2016 in Deutschland 88,2% des Treibhausgasausstoßes CO2. Runtergerechnet von allen Emmisionen (909 Millionen Tonnen) sind das fast 802 Millionen Tonnen CO2, die wir in Deutschland 2016 ausgestoßen haben. Lassen wir uns mal nachlesen, in welchen unserer Lebensbereiche es vorkommt: im Verkehr, bei industrieller Produktion, z.B. Plastik, Stahl, Zement, und bei Strom- und Wärmeerzeugung. Generell entsteht es bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und -gas. Und natürlich bei unserer Atmung. Das sind also alles sehr essenzielle Bereiche unseres heutigen Lebens.

Wie funkionieren unsere Bäume als CO2 Speicher?

Bäume benötigen CO2 zum Masseaufbau, um groß und stark zu wachsen. Das heißt, je höher die Trockenmasse desto höher der CO2 Anteil, der im Holz gespeichert ist und damit, und das ist das wichtige für den Klimaschutz, aus der Atmosphäre entfernt. So hat zum Beispiel eine Buche mehr CO2 absorbiert als eine gleich große Fichte, weil die Buche eine höhere Trockenmasse hat. Eine ca. 80 Jahre alte Buche z.B. kann im Jahr ca. eine Tonne CO2 speichern. Laut der Stiftung Unternehmen Wald, entzieht ein durchschnittlicher Hektar eines Mischwaldes der Atmosphäre ca. 13 Tonnen CO2 pro Jahr. Das sind alles Schätzwerte. Aber wie man sieht, muss so ein Baum auch erstmal Zeit bekommen, um kräftig zu wachsen.

Das CO2 wird gespeichert, solange der Baum lebt. Auch wenn er aus nachhaltiger Bewirtschaftung kommt und zum Bauen verwendet wird, kann das CO2 weiterhin gespeichert bleiben. Wenn der Baum allerdings durch Mikroorganismen verrottet oder verbrannt wird, setzt er alles gespeicherte CO2 wieder frei.

In Deutschland gibt es ungefähr 11,4 Millionen Hektar Wald. Nimmt man den Wert von oben, sind das 148.200.000 Tonnen CO2 die von unserer Waldfläche in Deutschland pro Jahr absorbiert werden können (2016 haben wir 801.738.000 Tonnen ausgestoßen). Dabei zu beachten ist, dass als Wald auch die Waldwege oder Wiesen oder kahlgeschlagene Abschnitte etc. zählen. Außerdem ist der Großteil des deutschen Waldes Nutzwald und weniger Mischwald. Auch zu beachten ist, dass nicht jeder Baum in Deutschland im Wald steht. Aber selbst bei dieser Rechnung hier, kann unser Wald nur etwas mehr als ein Achtel unseres CO2 Ausstoßes der Atmosphäre wieder entziehen. (Und ich bin mir nicht sicher, ob die Atmung von den 82 Millionen Einwohnern Deutschlands schon mit einberechnet wurde.)

Jeder Baum ist wichtig

Unser Kohlendioxidverbrauch ist hoch. Deswegen zählt auch jede Hilfe, die wir dabei bekommen können. Im Sinne des Klimaschutzes sind es besonders die alten und dicken Bäume, die geschützt werden müssen. Allerdings sind Bäume nicht nur nützlich in noch so vielen anderen Bereichen, sie sind einfach wunderschön. Ein unerlässlicher Teil unserer Natur.

Liebste Grüße!

Marlene

Veröffentlicht unter Umweltschutz | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Zukunftstag – alle Plätze belegt!

Der Zukunftstag des NABU Dassel-Einbeck für 2019 „Schäferei“ ist ausgebucht. Leider können wir für dieses Jahr keine weiteren Anmeldungen entgegen nehmen. Gerne können Sie bereits Plätze für 2020 reservieren.

Für den NABU Dassel-Einbeck

Sabine Zwolinski

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Was ist eigentlich Unverpackt Einkaufen?

Was bringt mir unverpacktes Einkaufen?

Unverpackt einkaufen heißt, dass man auf Einwegverpackungsmüll verzichtet und auf Mehrwegverpackung baut. Es werden so viele Verpackungen produziert, die man einmal aufreißt und dann sofort in den Müll schmeißt. Den Müll bringen wir an die Straße, wenn er voll ist, und hilfreiche Menschen holen ihn ab. Wunderbar praktisch und schnell aus den Augen, aus dem Sinn. Denn wer von uns geht schon zu Müllhalden, wo alles landet? Und wer guckt sich regelmäßig die Müllinsel an, die in unserem Ozean schwimmt?

Aber unverpackt einkaufen hilft nicht nur, unseren Müllverbrauch zu reduzieren. Es hat auch sehr praktische Vorteile in unseren direkten, alltäglichen Leben. Zum Beispiel kann es uns helfen, unserer Lebensmittelverschwendung vorzubeugen und damit auch Geld zu sparen. Da die Nahrungsmittel im Laden nicht für uns vorverpackt werden, müssen wir unsere eigenen Behältnisse und Tüten mitbringen. Das kann von Plastiktüten, die wir zuhause haben, über Stofftüten und Papiertüten bis zu Tupperware und Glasflaschen gehen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zwar müssen wir dann vor dem Einkauf immer daran denken, unsere Behälter mitzunehmen. Allerdings lässt uns das bewusster einkaufen und damit Spontaneinkäufe, die wir eigentlich nicht brauchen, vermeiden. Man kann auch ein, zwei Behälter mehr mitnehmen, als man eigentlich braucht, nur zur Sicherheit, falls man doch etwas vergessen hat.

Außerdem haben wir den Vorteil, dass wir uns selbst überlegen können, wie viel wir von einer bestimmten Sache einkaufen wollen. Vielleicht möchten wir ein neues Gewürz probieren, aber nicht gleich die zweihundert Gramm Packung wie im Supermarkt kaufen, weil wir nicht wissen, ob wir es mögen oder nicht. Im Unverpacktladen kann man sein Gefäß auch einfach nur mit zwanzig Gramm füllen und nur dafür bezahlen. Denn man bezahlt wirklich nur für das, was man von dem Produkt auch wirklich kauft. Das Gefäß wird vor dem Befüllen und danach gewogen. Bezahlt wird nur die Differenz, wodurch es auch wirklich egal ist, welche Art von Behälter mitgebracht wird.

Die erste Hürde von Unverpackt Einkaufen

In kleinen Städten ist einfaches unverpacktes Einkaufen noch ein kleiner Traum. Meistens verfügen nur Großstädte über einen Unverpackt Laden, der sich auf Verpackungsreduzierung und -neutralisierung spezialisiert hat. Allerdings gibt es auch in Kleinstädten und dem Supermarkt der Wahl Möglichkeiten, Plastik zu reduzieren. In den Supermärkten kann man Obst und Gemüse einfach lose in den Einkaufswagen legen. Es wird vermutlich zuhause vor dem Verzehr nochmal gewaschen, also wäre der Hygiene auch genüge getan. Wunder der Natur wie Bananen, Orangen und Avocados kommen mit einer ganz natürlichen “Verpackung”. Wer Angst hat, dass die Tomaten gequetscht werden, könnte die Plastiktüte von zuhause mitnehmen und wiederverwerten.

Manche großen Supermarktketten folgen dem Ruf nach unverpacktem Einkaufen. So kann man nun bei manchen Filialen Wurst, Käse und Antipasti in einer selbst mitgebrachten Box mitbringen. Der Trick dabei, um die Hygienevorschriften einzuhalten: Die Box wird entweder nicht hinter die Theke genommen bzw. berührt der mitgebrachte Behälter zu keiner Zeit einen Gegenstand hinter der Theke noch den Angestellten. Der Behälter wird nämlich auf ein desinfiziertes Tablett gestellt, befüllt ohne berührt zu werden und dann das Tablett- und Behältergewicht vom Gesamtgewicht abgezogen. Einfach mal im Supermarkt der Wahl nachfragen, ob es möglich ist oder gemacht werden könnte.

Unbequemlichkeiten beim unverpacktem Einkaufen

Ja, es ist unbequemer unverpackt einzukaufen. Solange bis man eine Art Gewohnheit daraus gemacht hat. Es muss auch niemand von Anfang an perfekt sein. Und Perfektionismus ist auch in kaum einen Bereich wirklich erstrebenswert, wenn man ein entspanntes Leben möchte. Also, welche Dinge können das unverpackte Einkaufen unbequemer machen?

Die eigenen Behälter

Zu allererst muss man natürlich an seine eigenen Behälter denken. Das wird besonders schwierig für Leute, die spontan kleine Einkäufe betätigen. Wie wäre die Idee, in der Tasche oder Jacke, die man regelmäßig mitnimmt, ein, zwei, drei Tüten einzupacken, sodass sie immer griffbereit sind? Sie sind kleinzusammfaltbar und stören nicht wirklich. Oder wenn man lieber Großeinkäufe erledigt, kann man sich eine ganze Einkaufstasche mit Behältern zusammenstellen und direkt neben die Haustür (oder irgendeinem anderen offensichtlichen Ort) stellen oder gleich im Auto haben.

Die Distanz und Anfahrt

Ein anderer Punkt ist die Entfernung. Unverpacktläden sind (noch) kein Mainstream, auch wenn sie immer beliebter werden. Allerdings kann es auch sein, dass man in einer Großstadt wie Hamburg immer noch eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln braucht, um einen der mehreren Unverpacktläden zu erreichen. Was also tun? Allein einzukaufen ist sowieso langweilig, also warum überredet man nicht einen der Liebsten oder Bekannten mitzukommen. Macht mehr Spaß und es werden sogar mehr Einwegverpackungen gespart. Außerdem kann zu zweit mehr getragen werden, sodass man gleich einen Monatseinkauf erledigen kann und sich so die lange Fahrtzeit an mehreren Tagen sparen. Wenn man doch allein ist, kann man auch einen Reisekoffer mit in den Bus nehmen.

Der Preis

Und was ist mit den Preisen? Viele sagen, dass unverpacktes Einkaufen teurer sei. Und das ist vielleicht auch wahr im Vergleich mit Discounterpreisen. Allerdings achten die meisten Unverpackläden auch darauf, dass ihre Produkte nicht nur in möglichst wenig Verpackung zu ihnen geliefert wird, sondern auch dass sie z.B. regional, fairtrade oder bio sind. Das macht auch in Discountern einen Preisunterschied. Manche Unverpacktläden bieten vielleicht auch einen Mengenrabatt an. Da wird der Monatseinkauf schon wieder attraktiver. Und wie oben schon erwähnt, man kann auch nur das kaufen, was man wirklich braucht und bezahlt für 100g Kichererbsenmehl weniger als für 250g Standardgröße im Supermarkt.

Eine sehr persönliche Entscheidung

Unverpacktes Einkaufen verlangt ein bisschen mehr Planung. Es ist vielleicht eine kleine Überwindung und Übung am Anfang, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es sich lohnt. Bei meinem ersten Besuch im Unverpacktladen in Kiel, habe ich nichts gekauft, sondern mich nur umgesehen, weil es alles so anders war als ich es kannte. Mittlerweile finde ich es jedes Mal interessant zu sehen, wie ein anderer Unverpacktladen strukturiert ist und welche Lebensmittel er anbietet.

Es ist eine persönliche Entscheidung, wie wir einkaufen und wie viel Aufwand wir dafür betreiben. Es ist auch unsere Entscheidung, wie viele kleine Schritte wir in die Richtung zum unverpackten Einkaufen machen. Und wirklich jeder Schritt hilf unserer Umwelt, egal wie klein oder groß. Wichtig ist es, sich zu informieren und auf diesem Wissen eine Entscheidung zu treffen, die wir persönlich für richtig und in unserem Leben umsetzbar halten.

Liebste Grüße

Marlene

Veröffentlicht unter Plastikvermeidung | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Wichtelpfad – Ergänzungen nach Sturmschäden

Beim Reinigen der Nistkästen auf dem Wichtelpfad Sievershausen im Dezember mussten wir feststellen, dass einige dem Sturm Friederike zum Opfer gefallen waren. Wolfgang Warta und Sabine Zwolinski haben heute einige Nistkästen ergänzt und auch die geborgene Waldkauznisthöhle wieder aufgehangen. Rechtzeitig vor der Brutsaison finden überwiegend waldbewohnende Singvögel somit wieder eine Möglichkeit ihren Nachwuchs aufzuziehen. Gerade nach einem solchen Sturm sind ältere Bäume mit natürlichen Höhlen selten geworden. Wir haben bevorzugt Laubbäume bestückt, da sich der Solling zunehmend verändert. Verschiedene Borkenkäferarten gestalten die Wälder gerade um :-/

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Greta Thunberg für weniger Hoffnung und mehr Taten

Das Besondere an Greta Thunberg

Sie ist auf der ganzen Welt in aller Munde: Greta Thunberg, das Mädchen, dass für den Klimaschutz die Schule schwänzt. Die Idee hatte sie bekommen, als jemand als
Reaktion auf den Schulstreik gegen Amokläufe in Amerika meinte, das wäre auch im Namen des Klimaschutzes gut. Und ihr gefiel die Idee so gut, dass sie sie umsetzte. Und viele andere Schüler auf der ganzen Welt fanden es auch gut, sodass nicht nur in Schweden sondern unter anderem auch in Deutschland und Australien Schulstreiks stattfanden und finden. Das Besondere an Greta ist jetzt allerdings, dass sie tatsächlich noch sehr jung ist und mit so wenig (aktiven) Taten schon so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Sie war auf der UN Klimaschutzkonferenz COP-24 in Katowice, Polen in 2018. Und danach ging es für sie zum World Economic Forum in Davos, Schweiz in 2019.

Greta Thunbergs Ziele

„Our house is on fire“, sagt sie. Greta erklärt ihre Meinung klar, deutlich und sehr nüchtern. Sie bricht die ganze Klimadebatte auf das simple und existenzielle Argument des Überlebens hinunter. Wenn die Welt versagt, wird die Menschheit nicht länger auf diesem Planeten leben können. Und selbst wenn es Zukunftsvisionen wie in Interstellar von Christopher Nolan gibt, auf einem anderen Planeten zu leben, ist dies noch nicht so realistisch, dass man tatsächlich darauf seine Entscheidung stützen könnte. Zwar argumentiert sie ernst, ruhig und mit Fakten, allerdings klagt sie auch direkt an und stellt viele Dinge sehr drastisch dar. Und trotz diese Anklage und “straight talk”, oder vielleicht genau deswegen, hat ihr Handeln in der kurzen Zeit schon weit in die Welt gereicht.

Weiterhin argumentiert sie, dass die Erwachsenen, die jetzt nichts gegen den Klimawandel unternehmen und nicht auf ihren Kohlestoffabdruck achten, auf den Kosten der folgenden Generation leben. Das heißt, eigentlich leben wir alle ihrer Meinung nach schon auf den Kosten anderer Generationen, denn unser
Kohlenstoffhaushalt ist schon längst verbraucht.

In den Medien hören wir ganz häufig entweder Schreckensszenarien oder der Klimawandel wird verharmlost. Daher ist Gretas wichtigstes Ziel, die Menschen zu informieren bzw sie aufzurufen, sich selbst gründlich zu informieren. Sie meint, dass wir alle denken, wir wüssten, was der Klimawandel ist. Doch im Grunde haben wir davon nur gehört, aber haben keine genaue Ahnung von den vorhergesehenden Folgen. Das ist, was Greta Thunberg Angst macht. Sie hat sich informiert, sieht die Konsequenzen und versteht nicht, wie die Menschheit einfach ohne Änderung weiterleben kann.

Wie soll es weitergehen?

Greta meint, dass wir schon alles haben, was wir brauchen. Wir haben die Fakten aus Klimauntersuchungen. Im Grunde wissen wir, auf welche Art und Weise wir unseren ökologischen Fußabdruck verringern können. Und wir haben sogar Verträge zwischen Ländern, besonders das Pariser Klimaschutzabkommen, dass die Erderwärmung unter 2° Grad halten und die CO2 Emissionen senken will. Das einzige, was uns noch fehlt, ist der Wille, diese Basis, die wir haben, auch umzusetzen. Und genau das will Greta erreichen. Greta Thunberg, ein junges, stilles Mädchen, dass zu große Aufmerksamkeit sonst eher gemieden hat, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen aufzurütteln und zum Handeln zu bekommen. Selbst bei Fragen zu dem Hass und den Unterstellungen, die ihr im Internet
begegnet, bleibt sie ruhig und sieht einen Erfolg darin, da sie tasächlich gehört wird. Sie will lediglich, dass das Thema Klimaschutz mehr Aufmerksamkeit bekommt. Wünschen wir ihr viel Glück und Erfolg dabei.

Wer sich Gretas Reden nochmal im Original ansehen möchte, hier sind die Links zu ihrer Tedx Rede, der Rede auf der COP-24 in Katowice und dem World Economic Forum in Davos.

Liebste Grüße

Marlene

Veröffentlicht unter Umweltschutz | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar

Rückblick Grünkohlwanderung 2019

Eines sieht man ganz deutlich: Wir hatten viel Spaß! Klar, wer bei frühlingshaften Sonnenschein und ungewöhnlich warmen Temperaturen in guter Gesellschaft durch den schönen Solling wandert, der hat gute Laune. Sicher ist das Tal der Bü- und Wohlkopfswiesen aber auch eine traumhafte Kulisse und bietet so manchen interessanten Gesprächsstoff. Und so wanderten wir nicht nur, sondern plauderten sozusagen auch aus dem Schäfernähkastchen: Kennen wir doch das Tal zu wirklich jeder Jahreszeit und durften wir dort doch schon unsagbar viel erleben.

So manche Anekdote, manche unverhoffte Begegnung, so manches aus der Tier- und Pflanzenwelt trug so zur Unterhaltung bei und unterstrich die schönen Bilder des Tages: Das glucksende Wasser des Bachs (der im Sommer nicht da ist), die helle Weite der genutzten Wiesen und eben auch die dunklen Waldbereiche des Sollings, der sich gerade in den nächsten Monaten so drastisch verändern wird: Der Borkenkäfer wütet auch hier.

 

Alles in allem ein sehr gelungener Start in die warme Jahreszeit – auch wenn der Grünkohl vielleicht stimmiger zu Frosttemperaturen gepasst hätte 😉

Sie haben die Wanderung verpasst? Ein Tipp von uns: Am 11.5.2019 wird der ADFC Northeim eine Radtour in dieses Tal anbieten. Picknick auf unseren Büwiesen inklusive. Wer also hinter die Kulisse dieses Tal schauen will, der wird bei dieser Veranstaltung einen tieferen Einblick gewinnen können, als der normale Wanderer.

Für den NABU Dassel-Einbeck

Sabine Zwolinski

  1. Vorsitzende

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen