Ferien(s)pass in Hilwartshausen

Die Scheeve Schüne Hilwartshausen war heute Schauplatz vom Ferien(s)pass. Dieses Jahr bietet der NABU Dassel-Einbeck 2 Termine zum Thema Schleiereulen an. Falknerin Monique Menne (allen Kindern aus dem Wildpark Neuhaus durch ihre Flugshow bereits bestens bekannt) erzählte viel Wissenswertes rund um Eulen: Warum die Federohren der Eulen gar keine Ohren sind, warum Eulen ihren Kopf so weit drehen können oder welche Beutetiere in ihrem Visier sind ect..

Mitgebrachte Federn ihres Flugstars „Joshi“ (in der Mauser gefunden) veranschaulichten den Kindern und uns Betreuern, warum der Flug der Eulen fast lautlos ist

Um den im Bestand rückläufigen Schleiereulen einen sicheren Brutplatz bieten zu können, wurde heute ein Nistkasten gebaut, der den Ansprüchen der nachtaktiven Vögel gerecht wird.

Spiele lockerten unseren Termin auf. Kleine Schleiereulen haben keine Hände. Also mussten unsere Kleinen mit dem Mund die dargereichte Nahrung „pflücken“ 😉 Spaß kam bei uns definitiv nicht zu kurz.

Am Ende war der Schleiereulenkasten fast fertig geworden und die Scheeve Schüne bekam die Plakette „Eulen willkommen“. Das trifft bei ihr in besonderem Maße zu. Nicht nur,  dass hier schon Exemplare gesichtet wurden -im zweiten Sanierungsabschnitt erhielt die Scheune eine sogenannte „Klöntüre“, so dass Schleiereulen im Winter bei starker Schneelage in ihr jagen können. Schneereiche Winter sind einer der Gründe, warum die wunderschönen Vögel leider immer seltener werden.

 

Gerne nutzen wir die Gelegenheit zur Info: Durch das Anbringen von Nistkästen in geeigneter Umgebung (offene Kulturlandschaft mit viel Grünlandanteil) kann der Mensch sich an der Arterhaltung der Schleiereule beteiligen und Brutmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Die Kästen müssen für natürliche Feinde (Steinmarder, Waschbären ect.) unerreichbar sein. Wer solche Kästen hat bzw. eine Naturbrut hat, der kann bei uns gerne die Plakette „Eulen willkommen“ beantragen

Zum zweiten Termin wird Monique Menne ihre Schleiereule „Joshi“ mitbringen. Wir freuen uns schon riesig darauf.

Hinweis: Das Infotreffen des Vereins wird am 17.7.2019 um 16.30 an der Scheeven Schüne stattfinden. Auch wer den Veranstaltungsort unserer Jugendarbeit einmal kennen lernen will, ist herzlich willkommen.

 

schleiereulenwillkommen

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Sommerliche Pflegearbeiten

Grundstücke und Teichanlagen müssen gepflegt werden, wenn ihr ökologischer Nutzen dauerhaft erhalten werden soll. Wir danken den heutigen beiden Helfern, die uns an der Bleiche Sievershausen geholfen haben.

Der Rand wurde augemäht, damit wieder Strom auf dem Netz ist – demnächst übernehmen wieder ein paar Ziegen die Flächenpflege. Auf der zuletzt besuchten Fortbildung wurde dringlich darauf hingewiesen, dass Beweidung für die jungen, den Teich bereits verlassenden Amphibien deutlich schonender ist. Dieser Jungfrosch hüpfte um unsere Füße und wurde aus dem Mähbereich rausgetragen.

Wir suchen dringend weitere Helfer. Naturerlebnisse sind garantiert! Neben dem Jungfrosch sahen wir mindestens 4 verschiedene Libellenarten, darunter auch eine Prachtlibelle…

 

 

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Lobenswerte Idee

Bei einem Besuch in Magdeburg fand ich diese lobenswerte und umgesetzte Idee: Straßenbäume wurden von Abiturienten und einem Sponsor gepflanzt. Aktiver Anfang für mehr Klimaschutz. Das Schild wird lange an diesen Schulabschluss erinnern, der Baum vermutlich sogar den Schüler überleben. So schafft man schon in jungen Jahren bleibende Werte. Zur Nachahmung empfohlen!

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Das Maß aller Dinge

Wo steuern wir hin, wie wollen wir leben? Wie gestalten wir unsere Zukunft und die unserer Kinder, der nachfolgenden Generationen?

Die aktuelle Hitzewelle lädt zum Experimentieren ein: Sie kennen „moderne“ Schotterflächen? Sogenannte Gärten? Gerne aus dunkelgrauem Basaltsteinen? Stellen Sie dort doch mal ein Thermometer auf. Messen Sie die Temperatur parallel auf einem Rasen und im Schatten eines Baumes. Unter sonnigen Markisen, wo sich die Hitze staut und in Parks, Schulhöfen und Spielplätzen.

In den Städten verdichtet sich die Bebauung. Neue Gewerbeflächen und Wohnungsbau statt Brachen, Kleingärten und Parks. Moderne Pflastermuster auf Plätzen, statt Beeten oder Bäumen. Schotterflächen statt Grünflächen um laufende Pflegekosten zu sparen und Verkehrssicherungspflichten zu umgehen.

CO2… Klimawandel… lauter Schlagwörter. In aller Munde. Nur… gehandelt wird danach nicht im allergeringsten. Oder haben sie in aktuellen Stadtplanungen vermehrt CO2 speichernde Bäume gesehen? Oder eine Nachpflanzung bei notwendiger Fällung an den Straßen? Nicht einmal das wird praktiziert. Und das, obwohl der Zusatznutzen für die Stadtbewohner eindeutig nachgewiesen ist! Das Mikroklima der Stadt ändert sich mit jedem gefällten Baum. In Hitzephasen wie jetzt spüren das die Schwächsten der Gesellschaft: Die Älteren, die Kinder und die Kranken. Für diese Personen ist das Mikroklima schnell das Maß aller Dinge, bevor der Kreislauf versagt.

In Zeiten florierender Wirtschaft können wir uns Bäume „nicht mehr leisten“. Kosten durch Pflegemaßnahmen und Kontrollen, Verkehrssicherheitspflichten… das alles scheint wichtiger zu sein als das Klima – ob globales oder Mikroklima. So wünschenswert, wichtig und richtig der Verzicht auf Plastikbecher (aktuell in der Diskussion) auch ist… so etwas kostet die Städte und Kommunen kein Geld. Fragen Sie doch mal Ihre Stadtvertreter, wie es mit dem Pflanzen von Bäumen im städtischen Bereich aussieht. Ob man da nicht für das Klima UND die Bevölkerung etwas tun könnte! Und da reicht nicht der Hinweis auf einen Schulwald als Ausgleich als Antwort.

Und wenn Sie selber ein Grundstück Ihr Eigen nennen… gehen Sie mit gutem Beispiel voran!

Baumvielfalt statt Steinmonotonie sei unser Motto!

 

Negativ-Beispiel: „Pflegeleicht“ sind solche Gärten nicht! Rumschnibbeln mit den Knien in den Steinen. Pflanzenschutzmittel auf gepflasterten Flächen spritzen – nicht erlaubt. Flämmen bei Plastik unter den Steinen?! Und wie sieht das aus, wenn die Pflegearbeiten unterbleiben? Und wer will das als Käufer solcher „Gärten“ im Nachgang entsorgen? Wo spielen da noch Kinder? Aber immerhin… ein Rüde kann noch markieren. Was man auch immer hübsch sehen wird…

Im Wald… geht derzeit jede Menge gespeichertes CO2 verloren. Brände, Trockenheit und Schädlingsbefall. Letzteres in massivem Umfang, weil „der gesunde Mischwald“ trotz aller Erkenntnisse sogar in den jetzigen Aufforstungen die Ausnahme und nicht die Regel ist. Auch Douglasien- Kulturen können Käfern zum Opfer fallen…

 

 

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Warum wir keine Vogelpflegestation haben…

Der NABU Dassel-Einbeck hat keine Vogelpflegestation. Warum nicht?!

  1. Der Vorstand des NABU Dassel-Einbeck ist berufstätig bzw. im Studium in Hannover. Es gehört sich nicht Vögel abzuholen und sich dann zu wundern, dass die abends nach der Arbeit verhungert sind.
  2. Die ISDN Technik der Telekom ist rückgebaut worden. Das Telefon des NABU Dasse-Einbeck verfügt nur noch über einen Anrufbeantworter, dessen Nachricht in E-Mail umgewandelt mit teilweise bis zu 18 Stunden Verspätung bei uns landet.Das überlebt kein Vogel unversorgt. E-mail können über einen Router auf dem Dachboden der Geschäftsstelle erfolgreich abgerufen werden. Da wir in der Geschäftsstelle keinen Handyempfang haben, ist eine Weiterleitung des Anrufs direkt auf Handy nicht möglich. Willkommen im Technikland Deutschland! Wir sind ein sogenannter Weißer Sprenkel und werden somit auch beim geplanten Breitbandausbau nicht berücksichtigt!
  3. Falls Sie einen Vogel gefunden haben, belesen Sie sich bitte hier: Vogelnotfälle
  4. Wenn Sie bereit sind Ihren Findling nach Göttingen zu bringen, so können Sie beim NABU Göttingen anrufen und nachfragen: 0551 68637 oder mobil, eventuell nicht vor Ort: 0172 563 1287 (Uwe Zinke)

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fridays for future, students for future…

…und wir sind auch dabei. Unsere 2. Vorsitzende Magdalena Schumacher ist in diesem Themenbereich aktiv – wenn auch nicht vor Ort, sondern in Hannover, wohin sie studienbedingt verzogen ist. Wir wünschen viel Erfolg!!!

Lena links neben der Fahnenträgerin

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Büsche, Bäume, Hecken…

Das Totschlagargument Verkehrssicherheit greift eigentlich immer, wenn ein Baum gefällt wird. Zur Vogelbrutzeit oder außerhalb. Was mich allein in der letzten Schnittsaison entsetzte Anrufe von Bürgern aus Einbeck und Dassel erreicht haben… der NABU müsste da mal dringend eingreifen. Uns fehlt leider auch die Handhabe diesem Zeitgeist Einhalt zu gebieten. Fassungslos sehen wir im Solling wie die Käfer nach den vorangegangenen Stürmen und dem extremen letzten Sommer ganze Waldabschnitte vernichten. „Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ – dieser Satz wird Martin Luther zugeschrieben. Der Inhalt wird heute offensichtlich nicht mehr verstanden. Denn anstatt der kommenden Generation eine Perspektive zu bieten, verschwinden auch in den Dörfern, Städten und Gärten Baum um Baum.

Hier stand einmal ein Straßenbaum

Vielleicht ein Wort vorneweg warum kommunale Bäume wie auch Grün in den Anlagen von Wohnungsbaugesellschaften und unseren Gärten wichtig sind:

Zu allererst redet ganz Deutschland vom Klimaschutz und klimaschädlichem CO2. Dass in jedem Baum und jedem Strauch gebundenes CO2 steckt, scheint man dabei vergessen zu haben. Davon ab verbessert jeder Baum das Mikroklima – also gerade wenn die Sommer immer heißer werden, ein nicht zu vernachlässigender Vorteil für die, die kreislaulabil sind oder werden. Das sind z.B. ältere Personen. Aggressiver Feinstaub wird im Blattwerk gebunden. Und natürlich spenden Bäume auch Schatten. Ob Grillplatz oder wie ebenfalls gemeldet Spielplatz… wenn Sie im Gesundheitssystem arbeiten, dann gehören zu den Kunden auch diejenigen, die mit Vorstufen oder/und Verdachtsfällen von Hautkrebs gerade im Kopfbereich, auf den sogenannten Plateaus (Nase, oben auf den Ohren und bei Herren mit lichtem Haar gerne auch mal obenauf) bereits zu tun haben. Die auslösende Sonnenexposition liegt oft viele Jahre zurück. Wenn wir an unsere Kinder denken, dann kann man angesichts von immer stärker werdender Sonnenstrahlung und zunehmenden Risiken nur hoffen, dass IMMER eine Mütze mit LSF getragen wird, die über die Ohren geht. Mit Verlaub… das ist fern jeder Realität. Während also die Risiken für die nächste Generation gravierend steigen, fällen wir an Aufenthaltsplätzen Bäume als gäbe es kein Morgen. Dazu schottern wir die Gärten, damit die Kinder da ja aber auch ganz sicher nicht toben und spielen können. Damit in diesen “Gärten“ garantiert kein Laub zum liegen kommt, setzen wir die Nachbarschaft unter Druck, die noch Bäume ihr eigen nennt. Die Kinder sollten bei solchen Gärten und Spielplätzen von 13-15 Uhr drinnen spielen wegen der Sonnenexposition. Weh dem, der da auf der Etage wohnt. Wo sollen sich Kinder austoben, wo ein gesundes Heranwachsen erleben können? Wie wir mit der kommenden Generation umgehen, entsetzt mich immer wieder.

Das waren jetzt alles Auswirkungen auf UNS Menschen. Welche Auswirkungen dieser Irrsinn auf die Natur hat… ja wieviele Anrufe erreichen mich dazu erst. Zum „Insektensterben“. Oder: „Die Vögel sind weg“

Das kann ja nicht wirklich überraschen. Das gleicht man auch nicht mit einer ganzjährigen Vogelfütterung aus. Auch nicht damit, dass man Nistkästen aufhängt. 10 mal habe ich in diesem Frühjahr für Kinder und Jugendliche den Vortrag „Nester und Nistkästen“ gehalten. Diese Kinder wissen, dass es vollkommen unsinnig ist Nistkästen aufzuhängen, wenn der Lebensraum zerstört ist. Sie wissen, dass wir „Büsche, Bäume und Hecken“ brauchen. Für Vögel und die Insekten und wie beschrieben auch für uns.

Natürlich machen Bäume Arbeit. Arbeit kostet die Kommunen, Wohnungsgesellschaften und den Privatmann Geld. Folgen fehlenden Grüns könnte aber auch sein: Verlust von Einwohnern oder Mietern mangels Lebensqualität. Oder ein Werteverlust der Immobilie. Wie mir berichtet wurde, unterliegt so manchem Schottergarten inzwischen sogar Beton. Wer lang genug auf der Welt ist, der weiß Modeerscheinungen kommen und gehen, auch in den Gärten. Spätestens wenn sich die ersten Gärten dieser Machart verkrautet mit Algen und Moosen garniert zeigen, wird man erkennen wie pflegeintensiv diese Schotterhaufen sind. Als Käufer solcher Steingärten würde ich an die enormen Kosten denken, die in der Entsorgung anfallen werden. Folien zerfallen nach Jahrzehnten zu Mikroplastik auch im dann verseuchten Erdreich. Die Aussicht mühsam Steine rauszuholen, wo jahrelang gespritzt wurde, wäre für mich ein Kriterium die Immobilie gar nicht erst anzusehen.

 

Was es braucht sind nicht nur Städte und Kommunen, die den Wert des öffentlichen Grüns begreifen und bewahren bzw. durch Neuanpflanzungen bei notwendiger Fällung wieder ergänzen, sondern es sind die Bürger selbst, die verstehen müssen, dass alle mit anpacken müssen, wenn Natur aus den genannten Argumenten bewahrt werden soll. Es braucht also nicht nur eine neu angelegte Streuobstwiese oder einen gespendeten Baum – sondern auch helfende Hände, die sich in Folge mit darum kümmern. Damit es nicht immer nur die Gleichen sind, die sich in Ortschaften und Stadtteilen bemühen Grünflächen instand zu halten (und das meint übrigens nicht sie so akurat zu mähen, dass nicht einmal ein Gänseblümchen einem Insekt Nahrung bieten könnte). Ich verstehe, dass einen zwischendrin die Mutlosigkeit erfassen kann. Dann hilft es andere vor Ort anzusprechen, sich zusammen zu tun, Überzeugungsarbeit zu leisten. Gemeinsam etwas bewegen… ist nicht NUR Arbeit. Sondern auch etwas zutiefst Befriedigendes. Haben Sie Mut! Setzen Sie sich für die Sie umgebende Natur ein.

Sabine Zwolinski

 

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