Ein runder Abschluss

Sehr herzlich bedanke ich mich bei allen Teilnehmern, die heute meine letzte Exkursion für den NABU Dassel-Einbeck besucht haben! Bei bestem Wetter durchwanderte die Gruppe ein Sollingwiesental, in dem Beweidung das vorherrschende Pflegekonzept darstellt. Dass dies in den letzten Jahren ausgebaut werden konnte, dient dem ökologischen Gefüge in diesem Tal außerordentlich. Dass auch hier noch einiges verbessert werden könnte, erläuterten wir bei unserer dort arbeitenden Herdbuch-Schafherde, die etwas ganz besonderes ist: Weiße Gehörnte Heidschnucken sind in Kategorie 3 gelistet: Vom Aussterben bedroht. Um es ganz banal herunter zu brechen: Es sind finanzielle Gründe, die die Beweidung limitieren. Weder gibt es ausreichend Absatz für die Lämmer, noch ist die Arbeit auf den Weiden auch nur annähernd kostendeckend. Förderprogramme, die teilweise gut gemeint sind, sind derartig auf dem Reißbrett entworfen, dass sie der Realität kaum Stand halten. Rund 130 Schafe arbeiten aufgeteilt auf 5 Gruppen überwiegend auf Biotopflächen und halten mich stramm auf Trab. Allerdings möchte meine Tochter die Schäferei eines Tages gerne übernehmen und hilft daher entscheidend mit. Hoffen wir, dass sich die finanziellen Stellschrauben bis zur Übergabe wesentlich verbessern, damit sie dort auch ihr Auskommen findet.

Derzeit sehen wir mit Sorge, wie kontinuierlich bestehende Schafhaltungen erlöschen. So wird gerade eine kleine Schnuckenherde eines altgedienten Herdbuchzüchters auf dem Markt angeboten, die wir schlicht aus finanziellen Gründen nicht mehr übernehmen können. Erst im Herbst hatten wir eine kleine Herde Herdbuchskudden übernommen. Unsere 2. Schafrasse, die für die ganz harten, sprich besonders mageren Flächen schlicht unschlagbar ist. Es ist bizarr, dass wir mit unserem Tierbestand bereits der mit Abstand größte Skuddenzüchter im Landesschafzuchtverband Niedersachsen sind. Wo führt das hin?!

Die Aufgabe der Weidetierhaltung führt zum Brachfallen von Flächen. Gerade im Solling, wo die Wege in die teilweise entlegenen Wiesentäler weit und die Flächen häufig im Steilhang gelegen sind. Sich diesem Trend entgegen zu stemmen, ist alles andere als einfach. Dabei sind es jene Wiesen, die einen ganz besonderen Schatz darstellen. Viele Blütenpflanzen sind dabei klein und werden vom Spaziergänger leicht übersehen: Ob es beispielsweise das Harzer Labkraut ist oder der kriechende Günsel. Die hiesigen Flächen, die mit locker 10 und mehr Kennarten Insekten in Hülle und Fülle anlocken, liefern auch immer wieder „Nebenbefunde“ bei unserer Arbeit und damit Antrieb weiter zu machen: Zuletzt erfreuten mich Wegerichbär und Schecktag-Eule. Selbstverständlich sind es aber auch die botanischen Raritäten, die Ansporn sind am Pflegekonzept immer wieder zu feilen und Bedingungen so zu verbessern. So pflegen wir in den nächsten Tagen auch erneut ein Borstgrasrasenrelikt, das sich zunehmend artenreicher präsentiert. Etwas despektierlich könnte man sagen: Es bekommt schon das dritte mal in diesem Jahr „eins übergebraten“, was dazu führt, dass sich der ehemalige Filz zwischen den Horsten lockert und dem Harzer Labkraut so die Möglichkeit gegeben wird sich dazwischen zu schummeln. Wenn man weiß. dass Harzer Labkraut und die im Tal ebenfalls vorkommende Blutwurz Begleiter der Arnika sind, dann kann man ein Ziel formulieren. Zumal das Pflegekonzept der Flächen durch die Beweidung „steht“. Wir haben in der Pflege eines Arnikabestandes schon Erfahrungen sammeln können. Die Arnika ist in Deutschalnd eine sogenannte „nationale Verantwortungsart“. Hier sind wir ganz weit weg von gut gemeinten Blühstreifen, die von einigen Naturschutzgruppen zuletzt auch in bestehendes Grünland gebrochen wurden. Die vergangenen Jahre habe ich in etlichen Exkursionen versucht darzulegen, dass das vermeintlich nur grüne Land, das Grünland, eine der bedrohtesten Kulturandschaften überhaupt ist. Entweder ist es verwahrlost in Sukzession, zu Gülleverklappungsgebiet verdammt, mit Deutschem Weidelgras auf Einheitsgrün eingesät, unwiederbringlich zu Acker umgebrochen oder durch Aufforstung verloren gegangen. Artenreiches Grünland ist der Schatz des Sollings und jeder ist angehalten, an dessen Erhalt mitzuwirken. Artenreiches Grünland gehört genutzt – und zwar mit Sachverstand. Da muss nicht jedes Jahr geschleppt, gewalzt, vorm Winter gemulcht oder gedüngt werden. Weniger ist hier oft mehr – gerade was den Erhalt von Insekten in ihren verschiedensten Entwicklungsstadien angeht. Hier die Gratwanderung zu leisten nicht unter- und nicht überzunutzen, ist eigentlich das Gebot der Stunde, wenn wir noch retten wollen was da ist – und im Idealfall zurück zu entwickeln.

So froh wir sind, dass sich mit unserer Tochter hoffentlich eine Weiterführung unserer Schäferei ergibt, so sehr drückt uns die Sorge wie es mit dem NABU Dassel-Einbeck weiter geht. Nach einem sehr belastenden Frühjahr haben wir beschlossen uns im Herbst aus dem Vorstand zurück zu ziehen. Weidetiere sind ein treffliches Ziel für Vandalen und wir sind entschlossen sie aus dem Fadenkreuz zu nehmen. Manch einem wird aufgefallen sein, dass wir nicht einmal veröffentlichen in welchem Tal wir unterwegs waren – und dies aus gutem Grund. Der regionale Naturschutz benötigt indes Fürsprecher und Aktive. So wünschen wir uns für die Ortsgruppe, dass sich Menschen finden, die sich für die Natur vor Ort einsetzen werden. Jeder macht das anders und das ist auch gut so. Es gibt viele „Spielarten“ des Naturschutzes: So konzentriert sich die eine NABU-Gruppe auf die Bildungsarbeit, während sich die nächste im Flächennaturschutz „austobt“. Die nächste wiederum gründet und/oder unterhält Vogelpflegstationen und wieder andere kartieren Flächen und Bestände. Es gibt da fast nichts, was es nicht gibt. Mich hat an der Vorstandsarbeit gereizt, dass ich meine Umgebung mit gestalten konnte. Sagen auch Sie nicht nur: Früher war alles besser. Werden Sie aktiv für den Naturschutz vor Ihrer Haustür! Geben Sie sich einen Ruck.

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NABU Exkursion „Dunkle Wälder – lichtdurchflutete Täler“ mit Sabine Zwolinski

Am Sonntag, den 20.6.2021 ab 10 Uhr führt Sabine Zwolinski für den NABU Dassel-Einbeck eine Exkursion durch ein idyllisches Wiesental im Solling bei Sievershausen: Dunkle Wälder, lichtdurchflutete Täler… ein Schatz vor der eigenen Haustür. In dem Tal, in dem die Weidetierhaltung als Pflegekonzept im Vordergrund steht, haben sich unzählige Wiesenblumen erhalten können. Viele sind klein und auf dem ersten Blick unscheinbar – doch es lohnt den Blick zu schärfen für die blütenreichen Wiesen des Sollings. Sind doch beispielsweise mit vielen einheimischen Pflanzen zahlreiche Insekten eng verbunden, die nur sehr begrenzt von gut gemeinten Blühstreifen profitieren könnten. Der spannende Blick in die ökologischen Zusammenhänge erfolgt auf einer Rundwanderung, die auch für Kinderwägen und mäßig fitte Personen geeignet ist. Lämmer und Muttern von der vom Aussterben bedrohten Schafrasse Weiße Gehörnte Heidschnucke beweiden derzeit Flächen in diesem Tal, in dem es auch ein Borstgrasrasenrelikt zu entdecken gibt. Die erste Vorsitzende Sabine Zwolinski weist darauf hin, dass sie sich in diesem Herbst nicht erneut zur Wahl stellen wird und ein neuer Vorstand gesucht wird. Gerne erläutert sie auch im Rahmen der Wanderung die Vereinsarbeit und hofft darauf, dass sich Personen finden, die dem Naturschutz in der Region zukünftig den Rücken stärken werden. Für Sabine Zwolinski ist dies somit die letzte Exkursion im Rahmen des NABU Dassel-Einbeck. Auch aufgrund der Coronaauflagen ist die Teilnehmeranzahl beschränk. Eine Anmeldung mit Namen und Adresse der Teilnehmer unter buero@nabudasseleinbeck.de ist erforderlich. Der genaue Exkursionstreffpunkt wird mit der Anmeldebestätigung bekannt gegeben. Erfolgt selbige nicht, sind die Plätze vergeben. Dauer der Exkursion: ca. 2,5 Stunden

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Gesucht werden…

Es wurde gemeldet, dass die Nistkästen am Wichtelpfad Sievershausen geöffnet wurden. Gesucht sind 2 engagierte Mitglieder, die mit Leiter und Spanngurten „bewaffnet“ diesen Mißstand abstellen…

Infos unter buero@nabudasseleinbeck.de

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time to say goodbye

10 Jahre war ich Vorstand in NABU Gruppen. Habe von Jugendarbeit (herzliche Grüße an die PGS, die Grundschulen in Dransfeld, Dassel, Hann. Münden und Markoldendorf und die Geschwister Scholl Schule in Einbeck, das Uslarer Gymnasium, das Max-Plank-Gymnasium in Göttingen, die Kindergärten, die Ferienpasstermine in Dassel, Dransfeld, Adelebsen und Hann. Münden, die langjährige Jugendgruppe in Dransfeld und viele, viele mehr), Zukunftstagen, Stellungnahmen (zuletzt FFH Gebiet Ilme und Baugebiet Markoldendorf), Exkursionen, dem Beiratssitz von Naturpark und als Mitglied in der Leaderregion und nicht, ganz sicher nicht zuletzt den praktischen Naturschutz geleistet. Als Sägescheininhaberin beim Schnitt oder beim Pflanzen, bei der ständig nötigen Regulierung des Wasserstands des NABU Teichs, bei Beantragung von Fördermitteln bis hin zum stundenlangen pilotieren des Allgrasmähers sowie selbstverständlich auch bei der dreckigen Arbeit der Nistkästenreinigung. Und bestimmt noch vieles mehr, was mir nur gerade nicht einfällt -gehörte der NABU doch zu meinem Leben.

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat 2.

Manch einem reichte das Alles immer noch nicht. In dem Roman „Krabat, oder die Verwandlung der Welt“ nennt sich das das „Immermehr“ und das „Niegenug“.

Dass Vorstandsarbeit eine Undankbare ist, weiß jeder, der sie mal ein paar Jahre gemacht hat. Die derzeitge Gruppe Dassel-Einbeck hat ein extrem großes Betreuungsgebiet (von Bodenfelde bis Kreiensen, von Offensen bis Vogelbeck) und weit über 1000 Mitglieder. Wer sich also für dieses Ehrenamt ab Herbst interessiert (gesucht sind mindestens 3), der sollte vorher wissen, dass er sich auf einen erheblichen Arbeitsumfang einstellen muss, zu denen auch ein umfangreicher Sitzungsumfang gehört (zu Corona Zeiten geht es immerhin digital). Selbstverständlich werden wir eine geordnete Übergabe im Herbst ermöglichen. Der Verein hat einen aktuellen Freistellungsbescheid. Die letzte JHV war 2020 coronakonform in Absprache mit dem Ordnungsamt. Wir hinterlassen also gesunde Verhätnisse.

Apropro Gesundheit… da hapert es bei zweien von uns, weswegen wir uns nicht mehr in der Lage sehen ein so großes Gebiet mit so umfänglichen Aufgaben zu betreuen. Wir gehen dem Naturschutz sicher nicht verloren. Man kann sich auch anders engagieren. Uns ist durchaus bewusst, dass in den 10 Jahren ein enormer Wissensschatz erworben wurde. Bei zweien von uns auch dadurch, dass wir eine Schäferei betreiben. Auf Biotopflächen. Da kennt man Harzer Labkraut und Blutwurz nicht nur von Bildern. Und man weiß auch, was das für die weiterführende Botanik bedeutet und verzettelt sich nicht in irgendwelchen Blühmischungen, mit denen einheimische Insekten nur begrenzt etwas anfangen können. Man kennt die Zusammenhänge von Beweidung und Amphibienschutz oder kennt die ökologischen Bedeutungen von Dungkäfern und Flatterbinsen ect. Gerne denke ich an die unzähligen Fortbildungen zurück, die wir besucht haben. Nicht nur beim NABU und der BSG, sondern auch über die Landwirtschaftskammer sowie den selber organisierten.

Wir bedanken uns allerweil für diejenigen Kontakte, die uns unerschütterlich unterstützt und mit Wissen bereichert haben. Persönlich muss ich hier schmunzeln… ich hätte allein Frieder und Folkert ohne den NABU nie kennen gelernt und damit wäre mein Leben deutlich ärmer geblieben als es ist. Bitte, es sind unzählige Kontakte mehr, die Eingang im Leben und im Herzen gefunden haben, nur diese beiden haben für mich Vorbildfunktion und seien deswegen hier ausdrücklich genannt. Ein lachendes, ein weinendes Auge sehen somit zurück. Was haben wir gelacht, was haben wir diskutiert, geplant und umgesetzt. Von der gemeinsamen Vorstandszeit bleibt ein Fußabdruck, da bin ich ganz ganz sicher.

In diesem Jahr ist völlig überraschend der NABU Vorsitzende meiner „Ursprungsgruppe“ verstorben. Dr. Jürgen Endres. Sicher war es seinerzeit Jürgen, der mich nachhaltig geprägt hat und zum Flächennaturschutz brachte. Denk größer. Das haben wir getan. Wir haben uns tatsächlich von einigen Arbeiten losgelöst. Ob eine Heckenstruktur zwischen 2 Intensiväckern Sinn machte – über so etwas kann man nämlich herzlich streiten. Macht das dort wohnhafte Insekt einen Ausflug – war es das auch schon gewesen. Flächennaturschutz wirkt sich dagegen zweifelsfrei im Gesamtergebnis deutlich positiver aus. Was allein der NABU Dassel-Einbeck im vergangenen Jahr an Obstbäumen auf eigenen Flächen gepflanzt hat…. nein, der Verein braucht sich wahrlich nicht zu verstecken. Tja, oder eben doch. Wer wollte die neuen Bäume bodeneben abgesägt finden?! Ich nicht. Deswegen können wir leider von unseren Arbeiten nicht mehr berichten. Angelöste Radmuttern, versuchte schwere (!) Tierquälerei, Drohungen, nächtliche Anrufe… irgendwann ist man dessen nicht nur herzlich müde, sondern mürbe. Der Krug geht bekanntlich zm Brunnen bis er bricht. Wir verbleiben bis zum Herbst im Amt und regeln nicht nur noch anstehende wichtige Aufgaben. Wir hoffen in Zeitraffa noch umsetzen zu können, was unsere Pläne für die kommenden 10 Jahre beinhaltet hatten und worin wir Unterstützung durch den Naturpark Solling-Vogler und den Landkreis haben.

Wir bitten unsere Nachfolger sich nach Möglichkeit bereits im Vorfeld zu melden. Es würde die Übernahme, aber auch die Arbeit des neuen Vorstandes erleichtern, wenn man rechtzeitig wüsste, wo die zukünftigen Schwerpunkte liegen werden.

Sabine Zwolinski

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Sumpfdotterblumenblüte

Wer im Winterhalbjahr fleissig gearbeitet hat, darf diesen Anblick doppelt genießen. Nicht nur, weil das leuchtende Gelb einen tollen Anblick bietet, sondern weil dieses Biotop ohne winterlichen Freischnitt, den Kopfweidenschnitt, ohne die Entfernung von Jungpappeln die vorhandene Artenvielfalt verlieren würde. Der NABU Dassel-Einbeck ist stolz auf seine Flächen und den guten Zustand, in dem sie sich befinden. Unser herzlichster Dank geht an alle Helfer, die hier Großes leisten!

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Derzeit keine Pressearbeit

Aufgrund von Drohungen und Vandalismus können wir bis auf Weiteres keine Öffentlichkeitsarbeit mehr leisten. Es macht wenig Sinn, dass sich Vereinsmitglieder im Winterhalbjahr mit Pflanzarbeiten ect. eingebracht haben und wir dann die Arbeit dieser Naturschützer gefährden. Also ich möchte beispielsweise nicht die vielen Obstbäume, die gepflanzt wurden, bodeneben „gepflegt“ sehen. Ich bitte daher unsere Mitglieder um Verständnis. Viele kennen uns gut genug, um zu wissen was wir tagtäglich für den NABU leisten. Sie wissen auch ohne Zeitungsberichte und Blogbeiträge was sich im Verein „dreht“.

Für den Vorstand

Sabine Zwolinski

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Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen

Leider musste unser Schriftführer Frank Zwolinksi mit sofortiger Wirkung aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen. Wir danken ihm für seine unzähligen uneigennützigen Einsätze für die Natur. Der Verein wäre nicht der Gleiche, wenn Frank nicht mit seinem know how und seine Ortsverbundenheit konstant über die Jahre wahrlich Großes geleistet hätte. Die Zeiten von Plaketten und Ehrungen mögen in Corona Zeiten vorbei sein. Aber eines sei Dir gewiss, lieber Frank: Wir sind Dir sehr zu Dank verpflichtet und wünschen Dir auch gesundheitlich das Allerbeste!!!! Du hast den Flächennaturschutz unseres Vereins und des Naturschutzgebiets Ossenberg-Fehrenbusch nachhaltig geprägt und bist somit einer der ganz Großen unseres regionalen Naturschutzes. Vielen Dank für all Deine Mithilfe – auch bei der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen und dem Amphibienfangzaun Ossenfeld.

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Corona – Vereine in Not?! Und es geht doch…

Dass im Corona-Lockdown gemeinschaftliche Mitmachaktionen, Kurse, Exkursionen und Jugendarbeit im herkömmlichen Sinne schwierig bis unmöglich sind, dürfte jedem verständlich sein. Doch deswegen ist der Verein nicht in Schockstarre – sondern arbeitet relativ unverdrossen backstage weiter.

Wie geht das? Einige Mitglieder haben sich gemeldet und haben angeboten Aufgaben zu übernehmen, die früher in geselligen Mitmachaktionen bewältigt wurden.

Am Schlingenbach geht der „Orden für besonders aktiven Einsatz“ an Folkert Schlichtung, der tagelang und länger dort gearbeitet hat. Dort ist das gesetzlich geschützte Biotop „Quellbereich“ komplett durchgepflegt worden. Das hieß hier nicht nur Mahd, sondern auch ein extrem zeitintensives Fällen von Pappeljungbäumen, die sich aufgrund einer Baumfällung (nicht durch den Verein) der Mahd seit Jahren entzogen haben. Dies war dringend nötig, damit die Bekassinen im Zug wieder Landefläche haben um auf dem Schlingenbach rasten zu können. Ebenfalls wurden hier Kleintümpel wieder freigestellt, damit der Schwarzstorch auch in Zukunft amphibische Nahrung finden kann. Eine Kopfweide wurden beschnitten, Obstbäume nachgepflanzt. Hier geht der Dank auch an Sabine Zwolinski und Magdalena Schumacher.

Folkert Schlichting und Sabine Zwolinski haben zuletzt auch die Streuobstwiese in Lüthorst gemulcht sowie einen Obstbaum gepflanzt. Folkert hat zudem die dortigen Obstbäume beschnitten (er war beeindruckt wie gut Andreas Froböse das in den vergangenen Jahren begonnen hatte), Sabine kümmerte sich zudem um den Heckenrückschnitt.

Obstbäume pflanzen… NABU-Mitglied Klaus Pohl hat hier mit seinen Schülern Vorbildliches geleistet: Hinter der Rainald von Dassel Schule in Dassel hat er eine ganze Reihe Obstbäume gepflanzt. Der NABU hat hier nur die Obstbäume organisiert. Alles andere hat Klaus Pohl geleistet. Jeder, der solche Aktionen schon mal vorbereitet und durchgeführt hat, der weiß wieviel Arbeit daran hängt. Erst Recht in Corona-Zeiten.

Robert und Magdalena Schumacher sowie Sabine Zwolinski haben die Nistkästen aus dem Trauerschnäpperprojekt gereinigt. Gerade diese Aufgaben, die mit Dreck verbunden sind, erfeuen sich bei Helfern nur sehr geringer Beliebtheit. Um so mehr erfreut es uns, wenn diese unerschrockenen Helfer besonders belohnt wurden: Bei der Öffnung eines Kastens fand sich eine Rote Liste Art Niedersachsens: Eine Haselmaus. Ein unvergessliches Erlebnis.

Für die anstehende Fällung einer Kirsche am Vereinsteich Bleiche (noch vor Ende der Schnittsaison) wird Robert Schumacher noch einmal die Säge anwerfen. Der Baum muss gefällt werden, weil er widerrechtlich auf dem Damm des Teichs steht (schon vor Kauf des Gewässers). Es erfolgt hier eine Ersatzpflanzung an geeigneter Stelle auf dem gleichen Grundstück.

Bedanken möchten wir uns auch bei den beiden neuen Trafoturmhütern!!! Einer langjährigen Sorge enthoben, müssen wir uns nun nicht mehr nach jedem Sturmereignis in Bewegung setzen.

Bedanken möchten wir uns schon mal für alle angekündigte Hilfe für die anstehende Frühjahrspflanzaktion. In familiären Teams werden wir auch diese Aufgabe bewältigen. Da bin ich ausgesprochen sicher!

Damit können wir auch nach dieser Pflegesaison zufrieden feststellen, dass wir die meisten Aufgaben bewältigt bekommen haben! Wir würden uns wünschen, dass im kommenden Jahr mehr Freiwillige die Nistkästen kontrollieren würden. Da müssen dieses Frühjahr leider viele gefiederte Freunde den Hausputz selbst organisieren. Dass wir bezüglich der Grundstücke aber einen erfeulich guten Pflegstand vermelden können, liegt nicht zuletzt an den vierbeinigen Helfern, die unsere Flächen beweiden. Es ist die zweifelsohne naturverträglichste Form der Grundstückspflege – die zudem eine Menge Zeitersparnis für den Verein bedeutet. Unser Dank geht hier auch an Henning, der immer wieder kurzfristig einspringt

Vielen Dank allen Praktikern, allen Bürokratie-Bewältigern und Unterstützern. Gemeinsam zeigt sich der Verein stark – auch in schwierigen Zeiten. Bleibt gesund!!!!

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Edelstein am Teich

Dass unser Teich „Bleiche“ bei Sievershausen innert 2 Jahren ein wunderhübscher Teich wurde, kann jeder sehen, der daran vorbei spaziert.

Foto: Frank Zwolinski

Dass er ökologisch zunehmend an Bedeutung gewinnt, nimmt nur derjenige wahr, der sich etwas mehr Zeit nimmt. Verschiedene Libellenarten tummeln sich am Gewässer – sogar jetzt im November flitzen noch rote Heidelibellen durch die Lüfte. Wenn aber plötzlich ein kleiner Vogel an einem vorbei saust und auf einer Sitzwarte Stellung bezieht, lohnt es besonders ganz genau hinzusehen. Ein Eisvogel – ein wahrlich schillernder Edelstein der Lüfte – jagd öfter und erfolgreich an der Bleiche. Was auch deswegen so besonders ist, weil es in der Bleiche gar keine Fische gibt. Beabsichtigterweise übrigens. Saniert wurde der Teich wegen des dortigen Grasfroschvorkommens. Ein Exemplar hüpfte uns gestern ebenfalls pflichtschuldigst um die Füße. Die Fischfreiheit begünstigt übrigens auch Kleinlibellen. Um beispielsweise zu kontrollieren, dass nicht irgendwelche Goldfische ausgesetzt wurden, wird im Spätsommer das Wasser des Teichs abgelassen. Das hilft gleichzeitig auch dem Bach, der zu dieser Zeit Niedrigwasser führt. Wenn im Herbst stärkere Niederschläge kommen, füllt sich die Bleiche wieder und bietet so beispielsweise Nahrung für den Eisvogel.

Was für Farben. Nach erfolgreicher Jagd flog er im Sonnenlicht davon. So einen Anblick vergißt man sein Leben lang nicht. Ähnlich wie die Sichtung der Bekassine, die am Teich abflog.

Foto: Robert Schumacher
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Wir benötigen Coronahilfe

Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation benötigen wir wie im Frühjahr Cornoa-Hilfe. Gesucht sind Haushalte, die einzelne Aufgaben übernehmen können. Also beispielsweise Ehepaare oder Mutter-Kind-Gespanne, die den Teillockdown für sinnvolle gemeinsame Zeit nutzen wollen.

Beispielsweise (bitte auch je nach Kenntnisstand zu sehen):

Pflanzen von einzelnen Obstbäumen nach Terminabsprache

Reinigen von Nistkästen auf NABU Flächen bzw. dem Wichtelpfad Sievershausen

Kopfweidenschnitt

andere Rückschnittarbeiten

Mulcharbeiten auf Vereinsflächen (wir können den Mulcher bringen und wieder holen)

Obstbaumschnitt

Begreifen wir alle doch die Krise als Chance. Gemeinsame Zeit in der Natur verbringen, ist ein unvergeßliches Erlebnis. Der Natur helfen, stiftet Sinn und ist zukunftsorientiert.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung

Sabine Zwolinski

buero@nabudasseleinbeck.de

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